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Bombenfund in der Kastenau

21.10.2017

Der Bombenfund aus der Sicht des Einsatzleiters Feuerwehr

Freitag, 20. Oktober 2017 kurz nach 10 Uhr – im Stadtteil Kastenau wird bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Dieses Ereignis löst einen umfangreichen Einsatz für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst aus. Die unmittelbar angrenzenden Straßen wurden sofort von der Polizei gesperrt. Um ca. 10:45 Uhr erfolgte der erste Alarm für die Führungskräfte der Feuerwehr und für die Unterstützungsgruppe örtlicher Einsatzleitung (UG-ÖEL). Zur Entschärfung wurde eine Fachfirma für Kampfmittelbeseitigung beauftragt. Um das Zusammenwirken der Einsatzkräfte zu erleichtern wurde das Schadensereignis nach Art. 15 des Bay. Katastrophenschutzgesetzes abgewickelt. Dr. Theo Roppelt übernahm dabei die Funktion des Örtlichen Einsatzleiters. Die örtliche Einsatzleitung unter Mitwirkung der Polizei, des Rettungs-und Sanitätsdienstes, des Notfallmanagers der Bahn und der Stadtverwaltung wurde in der Hauptfeuerwache aufgebaut. Mögliche Evakuierungsbereiche mit 100 und 200 Meter Radius wurden vorbereitet und im Einsatzabschnitte untergliedert. Zusätzliche Polizeikräfte wurden angefordert. Der Sprengmeister traf gegen 13:00 Uhr an der Einsatzstelle ein und machte sich ein erstes Bild vom Blindgänger. Aufgrund seiner Bewertung legte die örtliche Einsatzleitung den Absperrbereich auf 200 m fest. Die Alarmierung der Feuerwehrkräfte für die Evakuierung erfolgt um 14:00 Uhr. Nachdem auch die angeforderten Polizeikräfte eingetroffen waren wurde das Evakuierungsgebiet gesperrt. Mit Lautsprecherdurchsagen wurden die Anwohner über die Evakuierung informiert. Feuerwehr und Polizei gingen nun von Haus zu Haus und forderten die rund 200 Bewohner auf ihre Wohnung zu verlassen. Als Aufenthaltsort stand das Malteserhaus zur Verfügung. Für den Transport stand der Bus der Feuerwehr zur Verfügung. Die Evakuierung war gegen 16:00 Uhr abgeschlossen. Bevor die Entschärfung beginnen konnte wurden noch die Zugstrecke nach Salzburg sowie die Umgehungsstraße gesperrt. Eine Stunde später meldete mir der Sprengmeister „Bombe entschärft“. Die Anwohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Zusammenarbeit zwischen Polizei und den Hilfsorganisationen klappte wieder hervorragend. Ein dickes Lob verdienen auch, die von der Evakuierung betroffenen Anwohner. Die Aktion konnte zügig und ohne Problem abgewickelt werden.