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Tipps der Feuerwehr gegen Brände von Adventskränzen und Christbäumen

19.12.2018

Rosenheim – Am Wochenende musste die Rosenheimer Feuerwehr zu zwei Zimmerbränden ausrücken, die eines gemeinsam hatten: Ursache für den Brand war jeweils ein Adventskranz, der in Flammen aufgegangen war. Das Feuer im Stadtteil Happing ging glimpflich aus, neben dem Adventskranz verbrannte lediglich die Tischplatte. Größer war der Schaden allerdings beim Brand in Aisingerwies. Dort brach das Feuer gegen ein Uhr nachts aus. Die schlafenden Bewohner wurden zum Glück durch die Rauchwarnmelder geweckt, erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung. Der Schaden in der Wohnung durch das Feuer und vor allem durch Rauch und Ruß bewegt sich nach Schätzungen der Polizei im mittleren fünfstelligen Bereich.

 

Die sechs Feuerwehren der Stadt Rosenheim nehmen dies zum Anlass, vor den Gefahren durch Adventskränze und jetzt dann bald auch wieder durch Christbäume mit echten Kerzen zu warnen. Echte Kerzen sind schön und stimmungsvoll, ihr Licht und ihr Duft sorgen für eine unvergleichliche Atmosphäre. Wenn einige Sicherheitsregeln beachtet werden, steht deren Einsatz nichts im Wege. Die wichtigste Regel lautet: offenes Feuer in einem Zimmer und damit auch brennende Kerzen nie alleine lassen. Nicht „nur schnell mal rausgehen“ in ein anderes Zimmer. „Wenn Sie zurückkommen, kann schon alles in Flammen stehen. Brennende Kerzen können innerhalb von Sekunden ihr Umfeld entzünden. Wenn jemand danebensteht, kann dieses Feuer oft durch einfaches Ausblasen oder mit etwas Flüssigkeit gelöscht werden. Ist niemand da, kann sich das Feuer aber in nur kurzer Zeit zu einem unbeherrschbaren Brand entwickeln. Löschen Sie also immer alle Kerzen, bevor sie als Letzter das Zimmer verlassen und überprüfen Sie, dass nicht noch ein Docht glimmt“, empfiehlt Rosenheims Stadtbrandrat Hans Meyrl.

 

Das gilt auch für echte Kerzen am Christbaum. Nie ohne Aufsicht brennen lassen. Die Vorsichtsmaßnahmen beginnen schon beim Aufstecken der Kerzen. Hans Meyrl dazu: „Stellen Sie sicher, dass die Kerze frei steht und nicht direkt durch ihr Feuer oder indirekt durch Wärmestrahlung die Umgebung entzünden kann – zum Beispiel Strohsterne, den darüberliegenden Zweig des Christbaumes oder eine Gardine, die durch einen Luftzug in den Bereich der brennenden Kerze geweht werden kann“.

 

Hilfreich, so Meyrl, ist auch, immer Wasser in der Nähe des Christbaumes bereit zu halten, wenn die Kerzen angezündet werden. Mit einem Kübel Wasser oder einem kleineren, handlichen Gefäß kann in vielen Fällen schnell ein mögliches Feuer im Keim erstickt werden. Es kann nur Sekunden dauern, bis sich ein zunächst glimmender Zweig zu einem explosionsartigen Feuer entwickelt. Also immer Wasser für den „Erstangriff“ in der Nähe des Christbaumes bereithalten. Natürlich sollte bei offenem Feuer im Haushalt auch ein Feuerlöscher nicht fehlen. Ideal für diese Fälle ist ein Wasser- oder Schaumlöscher.

 

"Spielen Sie beim Löschen aber nicht den Helden“, warnt der Stadtbrandrat. „Wenn Sie merken, dass Sie das Feuer nicht mehr unter Kontrolle bringen können, verlassen Sie mit allen Anwesenden schnell den Raum. Durch das explosionsartige Abbrennen eines Christbaumes entstehen schlagartig hohe Temperaturen, die Sie schwer verletzen können, selbst wenn Sie nicht direkt von den Flammen erwischt werden. Rufen Sie die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112, schließen Sie alle Türen, wobei Sie den Haustürschlüssel nicht vergessen sollten, und informieren Sie die Nachbarn in dem Haus“, so Hans Meyrl für den Fall, dass Löschversuche ohne Erfolg geblieben sind. „Die Feuerwehr ist an jedem Tag im Jahr rund um die Uhr für Sie bereit, sie leistet schnelle Hilfe, wenn es bei Ihnen brennt“. Wenn allerdings einige einfache Regeln beachtet werden, kommt es gar nicht dazu und einem stimmungsvollen Weihnachtszimmer mit brennenden Kerzen am Adventskranz oder Christbaum steht nichts im Wege.

 

Bericht von Martin Binder

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Tipps der Feuerwehr gegen Brände von Adventskränzen und Christbäumen